Autorin Corinna Stremme 

Ideen-Stifterei

"Töffel ist toll, wie sie ist" von Corinna Stremme mit Unterstützung 

von Anti-Stress Trainerin Elena Grumann 

Ein waschechtes ADHS Abenteuer

Töffel kann einfach nicht stillsitzen, vergisst oft ihre Hausaufgaben und den Turnbeutel. Schule fällt ihr deshalb richtig schwer.

Dann erzählt sie manchmal Fantasiegeschichten, weil sie die Wahrheit selbst vor lauter Chaos im Kopf nicht mehr kennt.

Die Mitschüler an der alten Schule waren ziemlich oft genervt von ihr und luden sie auch zum Geburtstag selten bis gar nicht ein.

Die Erzählung rund um das kleine Hamster-Mädchen und ihre Freunde Löffel und Mariechen formuliert die hamster-starke Botschaft, dass Kinder mit der Stoffwechselstörung toll, mutig und lustig sind. Außerdem erfahren sie, wie man das Chaos und den Stress in den Griff bekommen kann und was und wer einen dabei unterstützt.

In einem waschechten Abenteuer setzen sich die drei Freunde gegen Ungerechtigkeit, Vorurteile und Mobbing zur Wehr. Dabei erhalten sie unerwartete Hilfe.

Hier finden Sie u. a. die wunderschönen Illustrationen von Britta Reinhard. Sie arbeitet mit mir an einem Buchprojekt der besonderen Art.

Das Buch kommt als Möglichkeit daher, mit Kindern über AD(H)S zu sprechen.

Besagtes Projekt entstand mit Hamster im Kopf e.V., um betroffene Kinder mit Konzentrationsproblemen, ihre Eltern und Mitschüler zu stärken.



 

Leseprobe aus "Töffel ist toll, wie sie ist"

(...) "Und schon öffnete sich die Tür, als hätte die alte, weiße, weise Eule direkt dahinter gestanden, nachdem Töffel endlich zu klopfen gewagt hatte.

„Schön, dass ihr da seid“, sagte Prof. Dr. Eule, und sie sah so alt, so wunderschön weiß und mit ihrer dicken Brille unglaublich weise aus.

„Ich habe schon heißen Kakao für euch eingeschenkt, macht es euch gemütlich!“ Na, das ließen sich die drei nicht zweimal sagen und kletterten auf das gemütliche Sofa.

„Nun rückt mal raus mit der Sprache, wo drückt der Schuh?“

„Hm“, brummte Töffel. „Ich weiß nicht mehr.“

„Ah“, sagte die alte, weiße, weise Eule, „So schlimm steht es um dich? Das ist wie beim Zahnarzt, sobald man auf dem Stuhl sitzt, ist der Schmerz weg.“

Also strickte die alte, weiße, weise Eule weiter an den kleinen Schuhchen, die sie für ihre Enkel-Eule machte, und ließ sich stattdessen von Löffel die Geschichte erzählen, die sie von ihrem Freund, dem alten Kaninchen, gehört hatte :

Nämlich wie es Löffel gelungen war, seine Panik zu überwinden und sich gegen den bösen Fuchs und den stacheligen Igel zur Wehr zu setzen, und wie toll es gewesen war, zu erkennen, dass er Angst haben durfte. Ui. Da spitzte Töffel die Ohren.

Die alte, weiße, weise Eule sah Töffel an: „Na, fällt dir wieder ein, warum du hier bist?“

„Ja“, sagte Töffel. „Ich bin immer so unkonzentriert und keiner von meinen Mitschülern kennt das Gefühl. Alle wundern sich immer, warum ich so zappelig bin, nicht so richtig zuhören kann, oft meine Hausaufgaben oder meinen Turnbeutel vergesse und mir Dinge nicht so gut merken kann. Dann erfinde ich manchmal Sachen oder erzähle Fantasiegeschichten, weil ich mich schäme zuzugeben, dass ich was vergessen habe. Ich bin bei Ihnen, weil ich hoffe, dass Sie mir vielleicht helfen können!? Warum kann ich bloß nicht stillsitzen wie alle anderen?“

Die alte, weiße, weise Eule sah Töffel freundlich an und sagte zu ihr: „Ich kann dir helfen. Du hast ADHS!“

„ADH-was?“, platzte es aus Töffel heraus.

„Das klingt kompliziert und ist die Kurzform für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom!“ „Donnerschlag!“, entfuhr es Töffel „Aufmerksamkeits-Dingsbums-Syndrom! Das kann nicht mal ich mir merken.“